Erlös soll zum Ausbau des Spielplatzes genutzt werden - von Ronja Wichmann

Ausgangssituation

In den verschiedenen Stadtvierteln einer Stadt gibt es eine große Anonymität. Die Menschen kennen nicht nur die Menschen zwei Straßen weiter nicht, sondern auch schon der Kontakt mit den Nachbarn ist sehr sporadisch. Die Austauschmöglichkeit, die es früher durch den wöchentlichen Kirchenbesuch gab, kommt für die meisten Menschen nicht mehr in Frage. Angebote, wie Kochkurse, Workshops, Sportvereine etc. betreffen oft nur bestimmte Zielgruppen. Ein besonderes Ereignis, das sehr viele Menschen des Stadtviertels anspricht und neugierig macht, soll die Leute zusammenbringen und sie einander kennenlernen lassen. Dass mit dem Erlös gemeinsam eine Aufwertung des Viertels erreicht werden kann, soll zusätzlich motivieren.

Idee

Ein Flohmarkt ist ein Ereignis, was viele Menschen reizt. Die Einen wollen nur ein wenig über den Markt schlendern, die Anderen suchen vielleicht etwas Bestimmtes und wieder andere wollen gerne den Krempel aus dem Keller endlich an den Mann oder die Frau bringen. Vor allen werden auch alle Altersgruppen und alle sozialen Bevölkerungsschichten erreicht. Sicherlich findet sich eine Gruppe, die Spaß daran hat Kuchen zu backen und Würstchen mit selbstgemachten Spezialitäten zu verkaufen. Ein gemeinsames "Aufräumfrühstück" am nächsten Morgen motiviert zum Aufräumen und Säubern des Platzes und gibt die Möglichkeit neu geknüpfte Kontakte zu vertiefen. Die Gewinne sollen zur Umgestaltung des großen Spielplatzes genutzt werden.

Ziele

• Die Bewohner des Viertels organisieren gemeinsam den Flohmarkt
• Sie lernen sich dadurch kennen und schließen Bekanntschaften oder sogar Freundschaften
• Das Gefühl gemeinsam etwas erreicht zu haben, schweißt die Bewohner zusammen
• Alle haben zusammen einen schönen und spannenden Tag und viel Spaß:)

Umsetzung

• vorab Abklären mit der Stadtverwaltung und anderen Verantwortlichen, ob der Platz geeignet ist und ein Flohmarkt mit Essenständen möglich ist
• Ankündigung eines Organisationstreffens
• Organisationstreffen findet im Gemeindesaal statt
• Themenpunkte, die besprochen werden müssen:
o durch Flyer, Plakate, Anmeldeformulare etc. im Stadtviertel
o Bilden von Arbeitsgruppen
• Arbeitsgruppen:
o Ideen, wie der Spielplatz umgestaltet werden könnte, sammeln
o Flohmarkt Organisation, z.B. Zuordnen der Standplätze, Einnehmen der Standgebühr etc.
o Werbe-Gruppe, z.B. Flyer verteilen, Plakate aufhängen, Lokalpresse ansprechen
o Kuchen-Stand, z.B. Wer bäckt welchen Kuchen, Preise festlegen, Standgestaltung etc.
o Würstchen-Stand, z.B. Sponsert die ansässige Metzgerei oder der Supermarkt - die Würstchen, vegetarische Alternative, welche Salate etc. werden von wem vorbereitet etc.
o Getränke-Stand, z.B. wer sponsert die Getränke, Preise etc.
o Aufräumgruppe, z.B. wie kann das Aufräumen organisiert werden, welche
Materialien werden gebraucht (Müllsäcke etc.) etc.
• Festlegen eines Datums
• Ideen für den Spielplatz
o darauf achten, dass die Ideen auch mit wenig Geld umzusetzen sind
o lieber viele kleine Ideen, so dass so viele wie möglich umgesetzt werden können, statt einer großen Idee, die an den eingenommenen Geldern scheitert

Aufgaben der Sozialpädagogin

• Abklären auf welchem Platz die Veranstaltung möglich ist
• Das erste Treffen organisieren
• die Kleingruppen vorschlagen und die Kleingruppenarbeit begleiten
o Tipps geben
o darauf achten, dass die Umsetzung realistisch ist
• Koordination des Ablaufes
• Verwaltung der Spenden
• Ansprechen von im Viertel bekannten Personen, z.B. PfarrerInnen, LehrerInnen, KindergärtnerInnen etc.
o Koordinieren, dass diese tatsächlich in die Umgestaltung des Spielplatzes fließen
o Mund-zu-Mund-Propaganda, PR/Marketing
• Zunächst durch persönliche Flyer in den Briefkästen und Aushänge in Supermarkt, Kirche, Vereine etc. zu dem Orgatreffen einladen
• Werbe-Gruppe entwirft Flyer und Plakate für den Flohmarkt
• Verteilen im Stadtviertel, Aufhängen an zentralen Orten
• für Mund-zu-Mund-Propaganda wichtige Personen ansprechen

Finanzierung

• Sponsoring durch lokal ansässige Unternehmen
• Mittel der Kirche, der Stadt
• Eigenmittel der TeilnehmerInnen, z.B. Kuchen, Salate, Besen, Mülltüten, Tapeziertische etc.
o z.B. Bäckerei für Brötchen, Metzgerei für Würstchen

Vision

• Es werden Bekanntschaften geschlossen, die längerfristig halten und vertieft werden
• evtl. funktioniert das nächste große Ereignis ohne den Anstoß der Sozialpädagogin, da eine ungefähre Struktur bekannt ist und alle durch den Spaß und Erfolg des Flohmarktes motiviert sind, etwas ähnliches noch einmal auf die Beine zu stellen
• der Spielplatz wird weiter ausgebaut und ist ein neuer Treffpunkt in dem Stadtviertel

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