Carolina Ziegelmayer

Ausgangssituation:

Wenn heutzutage ein technisches Gerät kaputt geht und man es zur Reparatur bringen möchte, wird einem fast immer erzählt, dass eine Reparatur teurer als ein neues Gerät oder schlicht nicht möglich ist. Also wird das defekte Gerät weggeworfen und ein neues gekauft. Dahinter steckt allerdings häufig geplante Obsoleszenz, also geplanter Verschleiß oder eine eingebaute Schwachstelle, durch die die Lebensdauer von Produkten von Seiten der Hersteller absichtlich reduziert wird.

Idee:

Ein Repair Café in Regensburg eröffnen und somit eine Möglichkeit bieten, defekte Geräte und Dinge zu reparieren, um der geplanten Obsoleszenz entgegen zu wirken. Das Repair Café soll ein Platz zum treffen, austauschen und reparieren werden. Ein Kernteam, welches das nötige Wissen besitzt, hilft den Besuchern ihre eigenen Geräte und Gegenstände zu reparieren. Hierbei geht es um eine unterstützende und erklärende Funktion, durch die die Besucher befähigt werden sollen, selbst ihre Dinge zu reparieren.

Ablauf:

- Befragungen der Bewohner von Regensburg durchführen und herausfinden, inwieweit diese an einem Repair Café interessiert wären
(ob sie es in Anspruch nehmen würden bzw ob sie auch selbst Fähigkeiten/Wissen haben, welche/s sie weitergeben würden)

- Einen Raum für das Repair Café bereitstellen (sich mit Transition Regensburg und der Gruppe Wechselwelt in Verbindung setzen
und herausfinden, ob ein Repair Café an bestimmten Tagen in dem neu eröffneten Umsonstladen möglich wäre)

- Die Befragungen auswerten und sich mit den Menschen, die auch selbst Wissen weitergeben möchten in Verbindung setzen,
ein Kernteam mit ihnen bilden (feststellen, welche Bereiche abgedeckt werden können
und mit den Leuten den Rahmen genauer ausarbeiten z.B. Öffnungszeiten festlegen)

- Eine Anfangsveranstaltung/Eröffnung organisieren (alle die bei der Befragung positive Rückmeldung gegeben haben,
per Post mit einem Flyer persönlich einladen; Idee über lokale Zeitungen, Internet und Plakate verbreiten;

Aufhängen einer Tauschliste, in die jeder Besucher eintragen kann, was man in Bezug auf das Repair Café benötigt bzw. was man hergeben kann)

Idealvorstellung:

Die Menschen in Regensburg werfen weniger weg und sparen Geld, weil sie weniger neu kaufen und mehr selbst reparieren.
Außerdem entsteht ein Kontakt zwischen den unterschiedlichsten Menschen (Alter, Beruf etc.), die sich gegenseitig helfen und voneinander lernen können.
Das Repair Café wird zu einem Treffpunkt, zu dem man auch gerne geht, um einfach nur Tee zu trinken und sich mit anderen auszutauschen.

Finanzierung

Das Repair Café finanziert sich über Spenden der Gäste, wobei die Höhe der Spende im Ermessen des Einzelnen liegt.
Zusätzlich wird nach Sponsoren gesucht, um fehlendes Werkzeug oder Ersatzteile kaufen zu können.

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