Ausgangslage:

Wir befinden uns in einer größeren Gemeinde (ca. 5.500 Einwohner) in der Oberpfalz. Die Ausstattung der Gemeinde, was Konsummöglichkeiten, medizinische Versorgung, Bildung etc. betrifft ist überdurchschnittlich groß. Lediglich die Angebote für Jugendliche, welche sich nicht längerfristig an eine Gruppe wie der freiwillige Feuerwehr oder den örtlichen Fußballverein binden wollen, ist äußerst dürftig. Seit einigen Jahren erfüllte jedoch ein lokales Wirtshaus, welches jedoch durch dort veranstaltete Ereignisse wie Tourniere, Filmabende etc. und vor allem der Einbringung der örtlichen Jugend durch Tresendienste, Mitwirkung bei Veranstaltungen usw. eher einem privaten Jugendzentrum glich. Träger waren ein privater Investor sowie ein Koch, welche sich das Wirtsrecht teilten. Geschäftsbedingt schloss ersterer jedoch das Gasthaus, auch wenn der Umsatzgewinn positiv ausfiel und der Koch durchaus an einer Weiterführung des Geschäfts interessiert gewesen wäre.

Problem:

Die Jugendlichen stehen nun wieder ohne attraktiven Treffpunkt sowie feste Freizeitmöglichkeiten da, mit obigen Ausnahmen.

Mögliche Lösung:

Das Gasthaus wird entweder durch die Gemeinde/den Landkreis oder durch eine Eigentümergesellschaft oder einen Verein erworben oder gemietet und dauerhaft in ein Jugendzentrum, einen Jugendtreff oder Kulturtreff etc. umgewandelt.

Chancen:

- Das ein Bedarf bzw. die Nachfrage der Jugendlichen besteht steht fest
- Die Jugendlichen haben sich bereits in der Vergangenheit stark eingebracht, sollten also leicht dazu motivierbar sein, es wieder zu tun
- Es existiert bereits ein Gemeindepfleger ohne offizielles Büro, dieser könnte als professionelle Leitung in Betracht kommen
- Finanziert werden müsste im Falle eines Vereins nur die Miete; dies könnte durch den Ausschank finanziert werden; da viele Sponsoren vor Ort verfügbar sind, welche leicht die Ausstattung übernehmen könnten
- Der Ort könnte als Veranstaltungsraum dienen, nach welchen ebenfalls eine Nachfrage besteht
- Der Koch könnte wieder als Partner eingebracht werden und eröffnet neue Möglichkeiten:Fördergelder für einen sozialen Ausbildungsbetrieb, weitere Einnahmemöglichkeiten, Kooperationen mit den örtlichen Koch- und Backgruppen, welche sich bisher im privaten Bereich trafen

Risiken:

- Ein Verein müsste die Miete stemmen
- Die Gemeinde müsste finanzielle Mittel zur Verfügung stellen, bzw. für Fördergelder müssen Auflagen erfüllt werden

Vorgehen:

Die grundlegende Frage über die Organisationsform müsste in einem Treffen mit dem Gemeinderat bzw. verschiedenen lokalen Multiplikatoren geklärt werden. Dadurch, dass definitiv Interesse besteht, ist eher die Frage der Organisation als der Notwendigkeit zu klären.
Da die Gemeinde bisher nicht aktiv an der Schaffung neuer Angebote für Jugendliche beteiligt war, ist eine finanzielle Unterstützung wahrscheinlicher als eine Kooperation.
Für einen Verein muss die Frage der Organisationsform geklärt werden.
Die Jugendlichen können sich zwar einbringen, jedoch müssen für den Vorstand genügend Volljährige gewonnen werden.
Es muss geklärt werden, was der genaue Verwendungszweck der Einrichtung ist, ausgehend davon können Fördergelder beantragt werden, bzw. Kooperationspartner gewonnen werden.
Die Einrichtung muss organisiert werden.
Es müssen Verantwortliche für die verschiedenen Aufgabenbereiche gefunden werden, welche die Angebote bzw. die Organisation ihrer Bereiche übernehmen.
Das Gebäude muss eingerichtet und gestaltet werden, die Jugendlichen haben hierbei bereits schon einmal ihre Tatkraft bewiesen.

Reflexion:

Der Erfolg lässt sich durch die Annahme durch die Einwohner bzw. die Bereitschaft mitzuwirken messen.

Zukunftsvision:

Aus der eher jugendorientierten Einrichtung könnte ein Ort der Begegnung für alle Einwohner entstehen, in welcher sich die verschiedenen lokalen Gruppierungen, welche bisher ohne Treffpunkt waren begegnen, der als Treffpunkt für die örtliche Kunstszene fungiert, der als niedrigschwelliger Veranstaltungsort für Seminare, Vorführungen, Ausstellungen etc. dient…

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