Projektskizze von Teresa Baumeister

Eingliederung von Bewohnern ab 65 in das örtliche Geschehen


Ausgangslage anhand der Zukunftswerkstatt:


In meiner Ortschaft leben rund 300 Einwohner. Davon erreicht eine Vielzahl der Bürger ein Alter von 65 Jahren oder älter. Hierbei leben sie zusammen mit ihrem Partner/ Partnerin in einem Haushalt. Die Anzahl von alleinstehenden Rentnern überwiegt dabei. Dieser Personenkreis lebt für sich isoliert, unternimmt recht wenig und ist somit am örtlichen Geschehen wenig integriert. Das liegt zumeist daran, dass die angebotenen Veranstaltungen eher auf das jüngere Publikum ausgelegt sind. Auch innerhalb ihrer Altersgruppe pflegen die älteren Bewohner wenig Kontakte. Treffen untereinander finden oftmals nicht statt, da sie Veranstaltungen etc. „geboten“ haben möchten. Nur wenige wissen in ihrem Alter etwas mit sich anzufangen, hierbei spielt auch mangelndes Interesse eine Rolle oder sie sehen keine Möglichkeit, aufgrund von fehlenden Verkehrsmöglichkeiten den Ort zu verlassen, um in näher gelegenen Städten Unternehmungen durchzuführen.
Ein einziger Begegnungsort stellt die örtliche Kirche dar. Unsere Ortschaft bietet den Senioren weniger Möglichkeiten den Alltag durch Angebote altersentsprechend zu gestalten. Für die jüngeren Einwohner lassen sich hingegen zahlreiche Angebote durch Vereine finden. Dabei bleibt die ältere Generation meist auf der Strecke. Die entsprechenden Räumlichkeiten die dem Vorhaben dienen, stehen im Grunde zur Verfügung, werden jedoch für diese Personengruppe zu selten genutzt.

Auftrag / Ziel:


Der Auftrag für dieses Konzept besteht darin, innerhalb des örtlichen Geschehens Angebote für die Freizeitgestaltung zu schaffen, um die älteren Menschen wieder mehr dazu bewegen zu können ihre Wohnung zu verlassen und außerhalb Kontakte zu pflegen. Gleichzeitig wird die Kommunikation gefördert und es findet ein gegenseitiger Austausch mit gleichaltrigen statt. Zudem erhalten sie durch entsprechende Veranstaltungen eine geistige, sowie körperliche Förderung und Erhaltung, denn viele der Einwohner betreffend dieser Altersgruppe sind geistig, wie auch körperlich noch aktiv. Der Erhalt ihrer Fähigkeiten ist also von Bedeutung.

Welche Ideen zur Veränderung gibt es ?


Eine Langfristige und positive Veränderung soll demnach erzielt werden, indem die örtlichen Vereine wie z.B. (katholische Landjugendbewegung, Frauengemeinschaft und Gesangsverein) in die Planung miteinbezogen werden und somit Angebote schaffen, wie z.B. Kaffeefahrten in verschiedene Städte. Eine weitere Möglichkeit wäre die Organisation von Altennachmittagen, bei denen Sketche oder musikalische Beiträge aufgeführt werden und hierbei zu günstigen Preisen Kaffee und Kuchen verkauft wird. An weiteren Nachmittagen können gemeinsam volkstümliche Lieder gesungen werden, die sich mit einfachen Tänzen oder Bewegungen verknüpfen lassen.
Die Vereinsmitglieder setzen dabei (je nach Verein) ihre Talente ein, um dem älteren Publikum einen interessant gestalteten und abwechslungsreichen Nachmittag zu bieten. Eine weitere Option wäre die Veranstaltung von Spielenachmittagen. Hierzu werden altersgerechte Karten- und Brettspiele ausgelegt, an denen sich die Senioren bedienen dürfen. Zudem können Wanderungen stattfinden, um die körperliche Fitness aufrecht zu erhalten. Somit sind die Angebote auf die Senioren abgestimmt.

Schritte des Vorgehens:


Aufmerksamkeit auf das Projekt lenken:


Im örtlichen „Amtsblatt“, welches im Normalfall jeder der Einwohner zu Hause hat, wird die Vorstellung des Konzeptes für die Leser und Leserinnen öffentlich hineingestellt. Somit erhalten die Senioren eine Vorstellung über das Vorhaben und werden darauf aufmerksam gemacht. Zudem werden in jedem Haushalt der 65 jährigen und alles was über dieses Alter hinausgeht, Zettel in den Briefkästen eingeworfen. Diese sollen von den Senioren ausgefüllt werden, um deren Wünsche und Bedürfnisse zu erhalten. Somit bekommen die Vereine eine Vorstellung von dem, was den Senioren/ Seniorinnen an der Angebotsauswahl besonders wichtig ist. Die Zettel werden in einer Box, die im Eingangsbereich der Kirche aufgestellt ist eingeworfen. Die Kirche eignet sich als zentralen Begegnungsort hierfür am besten.

Mögliche Partner:


Zum einen stellen dies die örtlichen Vereine dar (katholische Landjugendbewegung, Frauengemeinschaft, Gesangsverein). Durch sie kommt die Umsetzung erst in Gange. Sie bieten durch ihre Mitglieder die nötige Unterstützung, um das Konzept umzusetzen und eine Angebotsvielfalt zu schaffen. Außerdem haben diese mögliche Kontakte zu Sponsoren und weiteren Personenkreisen, die zur Gestaltung von Angeboten mit beitragen können.
Der Bürgermeister ist der entscheidendste Partner. Über ihn holen sich die Vereine die mögliche Beratung ein, um das Projekt planen und dementsprechend umsetzen zu können. Außerdem kennt auch er mögliche Sponsoren für das Vorhaben und wird an dem örtlichen Interessenausbau für Senioren Gefallen finden. Weitere Partner wären außenstehende Personen die den Senioren Vorträge über religiöse Themen vermitteln, wie auch Themen, die in jeglicher Form die Altenarbeit betreffen.

Räumlichkeiten:


Von den Vereinen (Freiwillige Feuerwehr, Pfarrverein) könnten die Räumlichkeiten des örtlichen Pfarrhauses für ein, bis zwei Tage im Monat zur Verfügung gestellt werden, um somit das Vorhaben in die Tat umzusetzen. Hierbei können die Räume kostenlos gemietet werden, da sie der Gemeinde gehören und daher keine Kosten anfallen.

Name der Gruppe:


Die regelmäßig angeleiteten Treffen stellen keinen eigenen Verein dar. Es handelt sich um eine Personengruppe, die zu den Themennachmittagen gehen kann, was jedoch keine Verpflichtung für den einzelnen darstellt. Daher handelt es sich eher um eine Seniorengruppe, die gemeinsame Unternehmungen durchführt.

Kosten:


Kaffee und Kuchen müssen von den Vereinen hergestellt/ bzw. gekauft werden. Zudem entstehen bei der Planung von Kaffeefahren Reisekosten. Hierzu zählt das Geld für den Bus, sowie die Versorgung in Wirtshäusern. Auch eine Stadtführung würde Kosten verursachen.Außerdem müssen professionell vortragende Personen bezahlt werden. Während der Themennachmittage ist eine Spendenbox aufgestellt. Hierbei können Senioren an die Vereine Geld spenden.

Zeitplan:


Die Erstellung der Themennachmittage kann beginnen, nach dem der Kostenanfall geklärt wurde, sowie Sponsoren sichergestellt wurden. Die Eröffnung findet etwa nach 4- 6 Monaten statt. Vor der Durchführung wird ein Veranstaltungsplan erstellt. Jeden Monat findet ein Wechsel der Vereine statt, die ein Programm für die Senioren organisieren. Das Thema des jeweiligen Vereines wird in eine Liste eingetragen. Regelmäßig finden Vereinssitzungen statt, um ein passendes Thema zu finden und die dabei entstehenden Aufgaben an die Mitglieder zu verteilen. Dabei werden die Wünsche und Anliegen der älteren Generation gesammelt und versucht in den Nachmittag mit ein zu binden. Der jeweilige Raum des Vereines wird zur Durchführung genutzt oder eine andere Raumnutzung wird mit dem jeweiligen Verein zuvor abgesprochen.

Mögliche positive Nebeneffekte:


Das Konzept läuft erfolgreich ab, sobald mehrere Freizeitangebote für die Senioren geschaffen werden konnten. Außerdem sollten diese gut besucht werden und Vereine ein positives Feedback, bezüglichen deren Angebotsgestaltung erhalten. Ein weiterer positiver Aspekt ist die Ermöglichung des Zusammentreffens, damit die Bürger dadurch wieder mehr in Kontakt mit anderen Einwohnern treten.
Auch die Vereine wachsen zusammen, indem sie gemeinsam organisieren und der älteren Generation Zusammenhalt ermöglichen.

Gelungene Ziele:


- Ein Arbeitsaufwand der sich gelohnt hat.- Alle Mitglieder sind wieder im dörflichen Zusammenleben integriert.- Für jede Altersgruppe der Bewohner wurden Angebote geschaffen.









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